Ich arbeite als PraktikantIn
Ich arbeite als PraktikantIn

„Das Versprechen, du würdest später eine richtige Anstellung bekommen, wird dir wie eine Karotte vor die Nase gehalten.“

Egal, ob in der Schule oder Hochschule vorgeschrieben, auf der Suche nach einer Lehrstelle, bei der Jobsuche nach der Reifeprüfung oder Sponsion: Beim Eintritt ins Berufsleben heißt es für Junge, sie sollen die Arbeitserfahrung bereits mitbringen, am besten facheinschlägig. Knapp 300.000 SchülerInnen und Studierende müssen im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums ein verpflichtendes Praktikum absolvieren. Mindestens ebenso viele absolvieren „freiwillig“ ein Praktikum in der Hoffnung, mal den „Fuß in der Tür zu haben“. Für die Aussicht auf eine feste Anstellung, ein würdiges Gehalt und berufliche Perspektiven.

Aber nicht alles, was „Praktikum“ genannt wird, ist auch ein Praktikum, sondern oft einfach ein ganz normaler Job, der auch wie ein solcher bezahlt werden muss. Lies hier mehr dazu, was eigentlich wirklich ein Praktikum ist, welche Rechte du als PraktikantIn hast und wie wir dir dabei helfen können, sie auch durchzusetzen!

Ein Praktikum ist ein Ausbildungsverhältnis, das im Rahmen eines Schul- oder Hochschullehrplans vorgeschrieben ist. Jedes „Praktikum“, das nicht während einer Ausbildung, sondern „freiwillig“ absolviert wird, ist rechtlich betrachtet gar kein Praktikum. Sondern ein normales befristetes Arbeitsverhältnis, das auch sozialversicherungsrechtlich so zu behandeln und zu entlohnen ist! Ein Praktikum ist auch kein Volontariat, zu dem du auf dieser Seite auch alles Notwendige nachlesen kannst.

Wenn du ein Praktikum absolvierst,…

  • …dann muss es für dich eine Ansprechperson geben, der du Fragen stellen und von der du lernen kannst.
  • …dann sollst du theoretische Kenntnisse aus deiner Ausbildung in der Praxis erproben können.
  • …dann sollst du unter Anleitung möglichst viele unterschiedliche Dinge ausprobieren dürfen.

Ein Praktikum ist kein Job, von dir darf nicht verlangt werden,…

  • …dass du niedere Hilfstätigkeiten verrichtest und nur anderen zuarbeitest.
  • …das Gleiche zu leisten wie die angestellten KollegInnen.
  • …dass du eigenverantwortlich für einen Aufgabenbereich zuständig bist.

Antworten auf die wichtigsten Fragen

  • Grundsätzlich kommen alle DienstnehmerInnen für Kurzarbeit, egal ob Teilzeit, befristet oder als Leiharbeitskraft beschäftigt in Frage.
  • Mitglieder des geschäftsführenden Organs sind förderbar, wenn sie ASVG-versichert sind.
  • Lehrlinge sind förderbar.
  • Freie DienstnehmerInnen sind förderbar, wenn eine monatliche Normalarbeitszeit dargestellt werden kann.

Nur geringfügig Beschäftigte, Beamte, Ein-Personen-UnternehmerInnen und Gesellschafter-Geschäftsführer sind nicht von den Kurzarbeitsregelungen umfasst.

Durch die Kurzarbeit kann deine Arbeitszeit auf bis zu null Stunden verringert werden und trotzdem bekommst du dafür 80 bis 90 Prozent deines ganzen Gehalts weiterbezahlt.

Hier findest du die wichtigsten Informationen zur Kurzarbeit!

Wenn durch deine Arbeit keine überdurchschnittlich hohe Wahrscheinlichkeit für eine Ansteckung entsteht, weil du beispielsweise keinen Kontakt mit KundInnen/ KlientInnen oder PatientInnen hast, ist dein Arbeitgeber noch dazu berechtigt, dir das Tragen von Schutzmaske zu untersagen.

Das kann hängt aber noch von der jeweiligen Gefahrenlage und Branche ab und muss daher im Einzelfall beurteilt werden. Zudem hat die Regierung breite Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und in Betrieben Aussicht gestellt.

Dein Arbeitgeber muss zweckmäßige Schutzmaßnahmen zu treffen, um eine Ansteckung der Beschäftigten bestmöglich verhindern. Neben einer leicht zugänglichen Möglichkeit zur Desinfektion zählen hierzu Hygieneempfehlungen für die Beschäftigten und eine allfällige Gefahren mitbedenkende Planung von Dienstreisen.

Die Verpflichtung, Schutzmasken bereitzustellen, trifft den Arbeitgeber nur in Sonderfällen, beispielsweise bei der Arbeit in Krankenhäusern oder bei Dienstreisen in Risikogebiete.

Erzähl uns von dir!

Wir interessieren uns für dich und wollen wissen, wie es dir geht! Hier kannst du uns von deinen Arbeitserfahrungen berichten und uns mitteilen, was du von uns brauchst oder dir wünscht.

Natürlich sind alle deine Informationen bei uns sicher und werden streng vertraulich behandelt. Wenn du uns deine E-Mail-Adresse hinterlässt, melden wir uns auch gerne bei dir, um dich zu unterstützen.

Deine Antworten auf unsere Fragen helfen uns außerdem dabei, unsere Arbeit besser zu machen und genau nach den Bedürfnissen der Beschäftigten auszurichten. Danke, dass du dir Zeit dafür nimmst!


Hier ausfüllen

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Ich habe/hatte fixe vorgegebene Arbeitszeiten.Ich habe/hate einen eigenen Arbeitsplatz mit Schreibtisch und Computer.Ich bin/war selbst die Ansprechperson für einen vorgegebenen Aufgabenbereich.Ich erfülle/erfüllte vorgegebene Tätigkeiten selbst und darf/durfte mich dabei nicht vertreten lassen.Ich übernehme/übernahm Tätigkeiten von jemandem, der/die bspw. gerade in Karenz ist/war.Ich habe/hatte eineN AnsprechpartnerIn für Fragen und Hilfestellungen vor Ort.Ich habe/hatte etwas Neues das meiner Ausbildung entspricht dazulernen können.


Hier findest du Hilfestellungen, notwendige Informationen und Unterstützungsangebote von uns! Klick dich durch unsere Tipps, damit du gegen häufige Stolpersteine gut gewappnet bist.

Mach einen Lohnsteuerausgleich!

Wer über das Jahr gerechnet weniger als 12.600 Euro verdient, ist nicht lohnsteuerpflichtig. Wurde dennoch Lohnsteuer abgezogen, kannst du dir diese mit der ArbeitnehmerInnenveranlagung zurückholen!

Unterschreibe keinesfalls eine Verzichtserklärung!

Bitte achte bei allem was du unterschreibst immer auch auf das Kleingedruckte. Dort werden gerne Verzichtserklärungen versteckt. Du könntest dadurch Ansprüche verlieren, die dir zustehen!

Kontrolliere deine Lohnabrechung!

Alle Beschäftigten müssen eine Lohnabrechnung erhalten! Wenn dir zu wenig bezahlt wurde (z.B. Überstunden oder Urlaubsersatzleistung), solltest du deinen Arbeitgeber sofort per Einschreiben zu einer Nachzahlung auffordern. Wenn du zu lange damit wartest, dann kannst auf Grund von Verfallsbestimmung Geld verlieren. Wir helfen dir auch gerne dabei.

Mach was!

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Knapp 300.000 SchülerInnen & Studierende müssen im Rahmen ihrer Ausbildung oder ihres Studiums ein verpflichtendes Praktikum absolvieren. Doch ein erheblicher Anteil von ihnen wird dafür nicht nur nicht korrekt entlohnt, sondern auch nicht bei der Sozialversicherung angemeldet. Unter den Studierenden die ein Praktikum absolvieren mussten, geben 63% an, vom Arbeitgeber nicht sozialversichert worden zu sein. Wir fordern:

  • Die Aufnahme von PraktikantInnen in das Allgemeine Sozialversicherungsgesetz!
  • Einen verpflichtenden Entgeltanspruch für PraktikantInnen!

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